Juni 2009

"Tischlein Rutsch nicht ..."

 

Sommerzeit, Partyzeit!

 

Überall in den Gärten duftet es an den Wochenenden im Sommer nach gegrilltem Fleisch. In den Gärten, oder auch Garagen, stehen Festzeltgarnituren. Freunden und Bekannte wollen sich auf eine Bank setzen und auf dem Tisch das leckere Grillfleisch, die Würstchen und die Getränke abstellen.

 

Nicht jeder hat das Equipment, um spontan eine Party auszurichten.

 

Aber es gibt ja Freunde die so etwas haben, da kann man sich das schon mal ausleihen.

Nur mit dem Transport der Tische und Bänke ist das immer so ein Problem.

Da es ja nicht gewerblich ist, und dazu noch für einen guten Zweck, nimmt es der Fahrer des Fahrzeuges auf dem folgenden Bild mit der Ladungssicherung nicht so genau.

Ein kleiner Anhänger wird angehängt und Ruck Zuck sind die paar Sachen aufgeladen.

 

Abbildung 1 [Wolfgang Jaspers]

 

Kann das denn so einfach sein? Neugierige, die genau so verladen wollen, sollten sich mal das Foto des Monats vom Dezember 2005 ansehen.

 

 

Abbildung 2 [Wolfgang Jaspers]

 

Es ist sehr deutlich zu erkennen, dass der Tisch und die Bänke wie auf einer Rampe liegen. Hier fehlt nur eine leichte Bremsung, um die Ladung ins Rutschen zu bringen.

 

Wenn der Fahrer Glück hat, dann rutschen die Holzteile über das flache Fenster hinweg,

Aber wohin? Wer befindet sich gerade vor seinem Pkw? Ein anderer Pkw? Ein Motorrad, oder Fahrrad?

 

Das Gefahrenpotential, auch wenn es sich nur um einen Partytisch und eine Partybank handelt ist groß.

 

Abbildung 3 [Wolfgang Jaspers]

 

Ladungssicherung sollte nicht mit Gummibändern durchgeführt werden. Dazu müssen richtige Zurrmittel, etwa Zurrgurte verwendet werden. Auch sollten am Anhänger geeignete Zurrpunkte vorhanden sein, um die Zurrgurte dort zu befestigen.

 

Bei diesem Anhänger gibt es so etwas offensichtlich nicht.

 

Die Bänke und der Tisch könnten so geladen werden, dass sie über die hintere Bordwand hinausragen. Nach hinten treten üblicherweise nicht so hohe Beschleunigungen auf, als nach vorne.

 

Nach vorne kann die Stirnwand dann die Abstützung übernehmen. Die Ladung sollte zu einer Ladeeinheit verbunden werden und dann mit einem geeigneten Zurrmittel gegen ein Verrutschen nach hinten gesichert werden. Dazu könnt man versuchen den Zurrgurt vorn um die Stirnwand zu zurren.

 

Es muss aber sichergestellt werden, dass der Gurt zum einen die Ladung dauerhaft halten kann und zum Anderen an der Stirnwand nicht abrutschen kann.

 

Ist dies aber nicht möglich, dann sollte man so vernünftig sein und ein anderes Fahrzeug, bzw. einen anderen, geeigneten Anhänger verwenden.

 

Abbildung 4 [Wolfgang Jaspers]

 

Zu allem Überfluss ist auch der Beifahrersitz noch mit einem Getränkebehälter "besetzt" worden, ohne eine Sicherung. Auch dieser hat bei einer leichten Bremsung das Bestreben nach vorn zu rutschen.

 

 

Abbildung 5 [Wolfgang Jaspers]

 

 

Auch bei vermeintlichen leichten Ladegütern und kurzer Strecke ist die Sicherung der Ladung unerlässlich. Man fährt wesentlich entspannter und muss keine Angst im Nacken haben!

 

 

Viel Spaß beim unbeschwerten Feiern!

 

 

 

 

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