6) Erkenntnisse aus den Kavernenversuchen

6.1  Bewegungen aus Kavernen

 

 

In den insgesamt 15 Versuchen konnte in einem Fall ein größerer Verschub aus einer Halbkaverne festgestellt werden. In einem weiteren Versuch kam es zu zwei kleineren Verschüben aus einer Halbkaverne.

 

Von Bedeutung ist, dass in einigen Versuchen Bewegungen aus Kavernen zu erwarten gewesen wären, aber nicht auftraten. Andererseits konnte in den Versuchen 17 und 23 eine Verschiebung aus einer Halbkaverne festgestellt werden, obwohl die Ladung verdichtet und niedergezurrt war. Dieses Ergebnis wird so interpretiert, dass zahlreiche Einflussgrößen von Holzladungen, wie Reibungszahlen, Auflageart, Stammeigenarten (krumm, Äste) oder der Verdichtungsgrad stark schwankend sind und damit nach einer Beladung nicht vorausgesagt werden kann, wie sich die Ladung während des Transports verhalten wird.

 

6.2  Niederzurrung

 

 

Insbesondere Versuch 21 und 22 zeigen, dass ein Ladungsverschub trotz einer Niederzurrung, Formschluss und Verdichtung nicht ausreichend sicher verhindert werden.

 

6.3  Beladung

 

 

Die zweite Versuchsreihe hat den Einfluss der Beladung, wie Verdichtungsgrad bzw. Positionierung des größeren Stammdurchmessers entgegen der Fahrtrichtung (Durchmesserpositionierung) aufgezeigt. Beide Besonderheiten können mit der neu entwickelten Quadratmeterzahl, Anhang 3, festgestellt werden.

 

 

Die Versuche haben auch deutlich die Bedeutung der Verdichtung aufgezeigt. Es sollte stets mindestens eine lagenweise Verdichtung vorgenommen werden.

 

6.4  Blockverschub

 

 

In den Versuchen 21 und 22 konnten Verschübe (Komplett- und Teilblockverschub) des kompletten Blocks festgestellt werden.

 

Die zwei Komplettblockverschübe (Versuch 21 und 22) kamen vor, obwohl die Stämme unten formschlüssig auflagen. Bisher wurde angenommen, dass sich zylindrische Ladungen und auch Stämme durch eine Spreizwirkung im Sattel liegender Stämme beim Beladen zwischen die Rungen einspreizen und damit ein Längsverschub erschwert wird. Die Spreizwirkung zwischen Rungen kann damit bei Kurzholzstämmen und dort üblichen Durchmessern als nicht ausreichend sicher angesehen werden.

 

Die zwei Teilblockverschübe in Versuch 22 zeigen auf, dass sich ein Holzstapel auch ähnlich wie Platten gegeneinander verschieben kann.

 

6.5  Stammlänge

 

 

Auch in Verbindung mit den Versuchen des 1. Berichts kann festgestellt werden, das Stämme bis 4 m aus Kavernenbildung (Voll-, Halb- oder Rungenkavernen) als verschubgefährdet angesehen werden müssen.

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